Ikkyû Sôjun: Im Garten der schönen Shin (Neuauflage)

Ich lie­be – ich den­ke –
Ich lie­be – ich erin­ne­re mich –
Lie­be sprengt mei­ne Brust,
Sprengt mei­ne Gedan­ken.
Kein Gedicht, kei­ne Pro­sa,
Nicht eine Sil­be fällt mir ein.
Ich bin ein Erleuch­te­ter,
Doch sol­ches Wis­sen allein
Hilft mei­nem Her­zen nicht.
Umso schmerz­li­cher jetzt,
So gefan­gen zu sein
Zwi­schen Tod und Leben.

 

Der japa­ni­sche Zen-Meis­ter, Kal­li­graf und Tusche­ma­ler Ikkyû Sôjun (1394–1481) ist uns vor allem durch Legen­den bekannt. So soll er sei­ne Ernen­nungs­ur­kun­de abge­lehnt oder zer­ris­sen haben. In sei­nen Gedich­ten preist er die kör­per­li­che Lie­be, kri­ti­siert an Besitz haf­ten­de Bon­zen und besingt die Schön­heit der Natur. Nach Ikkyûs Ansicht wur­de die Wahr­heit des Zen vor allem durch Rin­zai und dann Kidô und Daitô über­lie­fert. Rin­zais Über­lie­fe­rung war für Ikkyû gleich­be­deu­tend mit der Wahr­heit des Zen.

Ikkyû Sôjun: Im Gar­ten der schö­nen Shin.
Die läs­ter­li­chen Gedich­te des Zen-Meis­ters »Ver­rück­te Wol­ke«.
Aus dem Japa­ni­schen von Shûi­chi Katô und Eva Thom. Redak­ti­on: Ste­phan Schuh­ma­cher.
156 Sei­ten. Hard­co­ver. 20,- €. ISBN: 978–3-9360–1890-5.

Hier oder anders­wo im Buch­han­del

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O-Jukai – Eine Zen Zeremonie

Vom 8. – 12. Juni 2017 hat­ten Car­men Eck­hardt und ihr Part­ner, Gerar­do Milsztein, Gele­gen­heit eine gro­ße O-Jukai Zere­mo­nie, wel­che im Tem­pel La Gend­ron­niè­re in Frank­reich statt­fand, mit der Kame­ra beglei­ten.

Her­aus­ge­kom­men ist eine sehens­wer­te Doku­men­ta­ti­on einer Zen Zere­mo­nie der Wei­ter­ga­be, wel­che in Form der DVD „O-Jukai Impres­si­on“ ab sofort auch über 3 schät­ze bezo­gen wer­den kann.

Die 52-minü­ti­ge Doku­men­ta­ti­on ent­hält eng­li­sche und fran­zö­si­sche Spra­che.

Hier ein Trai­ler

Mit Car­men Eck­hardt von See­Mo­re­Film konn­te ich außer­dem ein klei­nes Inter­view füh­ren. Zum Inter­view geht´s hier

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Zen und Sensory Awareness

»Sen­so­ry Awa­reness ist die inne­re Erfah­rung des gesam­ten Wesens, wenn der Geist still wird« (Shun­ryu Suzu­ki Roshi)

Am Wochen­en­de, 27.10. bis 29.10.2017 ver­an­stal­tet das San Bo Dojo einen »Zen & Sen­so­ry Awa­reness« Work­shop mit Ste­fan Laeng-Gil­liatt. Das Wochen­en­de wird Antei­le klas­si­scher Zen-Pra­xis sowie Work­sho­p­an­tei­le von Sen­so­ry Awa­reness ent­hal­ten. In die­ser Zeit wol­len wir uns expli­zit mit dem Sit­zen, Gehen, Ste­hen und Lie­gen beschäf­ti­gen.

Wäh­rend Zen uns eine aus­ge­reif­te Form vor­gibt, in der wir uns erfor­schen und die wir mit Leben fül­len, läßt Sen­so­ry Awa­reness vor­ge­ge­be­ne For­men bzw. gesi­cher­te Erkennt­nis­se erst­mal hin­ter sich und for­dert uns auf, durch tas­ten­des Pro­bie­ren zu ent­de­cken, wie etwas sein will. Die­ser Work­shop bie­tet Gele­gen­heit, die wun­der­ba­re Ver­wandt­schaft die­ser bei­den Ansät­ze zu erfah­ren. Jeder Augen­blick ist eine Chan­ce, ver­meind­li­che Sicher­hei­ten hin­ter uns zu las­sen und Schrit­te ins Offe­ne zu wagen, um Fra­gen zu stel­len, anstatt Ant­wor­ten zu suchen.

Zen-Prak­ti­zie­ren­de aller Tra­di­tio­nen sowie Sen­so­ry Awa­reness Prak­ti­ker sind herz­lich ein­ge­la­den.

Der Sen­so­ry Awa­reness Leh­rer, Ste­fan Laeng-Gil­liatt, ist gebür­ti­ger Schwei­zer, lebt und arbei­tet jedoch in den USA. Gemein­sam mit Char­lot­te Sel­ver hat er, bis zu ihrem Tod 2003, immer wie­der auch Work­shops in ver­schie­de­nen Zen-Zen­tren (San Fran­ci­so Zen Cen­ter, Tas­s­a­ja­ra Zen Moun­tain Cen­ter, Green Gulch Farm etc.) in den USA gege­ben. Er selbst hat lan­ge Erfah­rung mit Zen und Vipas­s­a­na und eine Rei­he von Kon­tak­ten zu US-ame­ri­ka­ni­schen Zen-Leh­rer/in­nen. Für ein Buch über sei­ne Leh­re­rin, Char­lot­te Sel­ver, hat er mit eini­gen von ihnen inter­es­san­te Inter­views* geführt, da Sen­so­ry Awa­reness in den Staa­ten durch­aus bekannt ist, auch als Ergän­zung zum Zen.

Ter­min: 27.10.17 bis 29.10.2017

Ort: Dorf­schu­le Hes­seln (bei Bonn)
Dorf­stra­ße 40, 53562 Hes­seln Leu­bs­dorf
www​.dorf​schu​le​-hes​seln​.de

Kos­ten:
Nor­mal­preis: 220,00 €
Mit­glie­der des Zen Dojo Bonn e.V.: 120,00 €
inkl. Über­nach­tung und (vega­ne) Ver­pfle­gung.
Redu­zie­rung auf Anfra­ge mög­lich.

Infos/Anmeldung: www​.zen​-bonn​.de

Anmel­dun­gen bit­te schrift­lich an info@zen-bonn.de.
Die Teil­neh­men­den­zahl ist begrenzt. Anmel­dun­gen wer­den mit Zah­lungs­ein­gang auf fol­gen­des Kon­to gül­tig:

Volks­bank Bon­n/Rhein-Sieg
IBAN: DE79 3806 0186 1304 3600 18
BIC: GENODED1BRS

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Die Zen-Peitsche von Yunqi Zhuhong erschienen

Ihr wollt Chan auf prak­ti­sche Wei­se erkun­den? Dann müsst ihr los­las­sen.“

Yun­qi Zhu­hong (1535–1615) ver­fass­te im Jahr 1600 „Die Zen(Chan)-Peitsche“ (Chan­gu­an cejin). Die­se Peit­sche steht für einen Text, der sich mit weni­gen Wor­ten aufs Wesent­li­che kon­zen­triert. Er ver­sam­melt zum größ­ten Teil Chan-Geschich­ten von der spä­ten Tang- (9. Jh.) bis zur spä­ten Ming-Dynas­tie (16. Jh.), des­wei­te­ren zu etwa einem Fünf­tel Aus­zü­ge aus Sutren und Abhand­lun­gen. Inhalt­lich behan­deln sie vor allem die geleb­te Chan-Pra­xis, und das im Hin­blick auf das von Dahui Zong­gao (1089–1163) gepräg­te „kan­hua chan“ (jap. kan­na zen). Die­ses besteht aus dem Lotus­sitz in Ver­bin­dung mit der Kon­zen­tra­ti­on auf ein „Schlüs­sel­wort“ bzw. eine gan­ze Rede­wen­dung (hua­tou) aus einem Koan („Fall“). — Das Buch ist auf­wän­di­ger gemacht als üblich (Faden­hef­tung) und dadurch, dass es on demand her­ge­stellt wird, ent­spre­chend teu­rer. Hier ein Aus­zug:

Abt Xue­ting unter­weist die Sangha 

Vier­und­zwan­zig Stun­den am Tag seid wie ein Pen­ner, der alles ver­lo­ren hat, und rich­tet euer Augen­merk aufs Schlüs­sel­wort: „Bevor Vater und Mut­ter dich zeug­ten, was war da dein ursprüng­li­ches Gesicht?“ Küm­mert euch nicht dar­um, ob ihr dar­aus Ener­gie gewinnt oder nicht oder ob ihr Erstar­rung und Ablen­kung erfahrt oder nicht. Zerrt ein­fach inbrüns­tig das Schlüs­sel­wort in eure vol­le Auf­merk­sam­keit.

Yun­qi Zhu­hong: Die Zen-Peit­sche. Ang­kor Ver­lag. 180 Sei­ten. Gebun­den. Faden­hef­tung. 50 €. ISBN: 978–3-943839–37-1.

Bei Libri bestell­bar. [und anders­wo im Buch­han­del]

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Die Religion der Samurai. Klassiker von Kaiten Nukariya erschienen.

»Schrif­ten sind nur Papier­ver­schwen­dung«.

Trotz die­ses Zen-Cre­dos ver­gleicht Nuka­ri­ya Kai­ten in sei­nem Klas­si­ker aus dem Jah­re 1913 die Idea­le von Samu­rai und Zen-Mön­chen. Er stellt u.a. ver­schie­de­ne Men­schen­bil­der aus dem alten Chi­na vor und hin­ter­fragt dabei unse­re mora­li­schen Anla­gen, ohne dem Nihi­lis­mus oder Idea­lis­mus zu frö­nen.

Nuka­ri­ya Kai­ten (1867–1934) war Mönch und Pro­fes­sor für Bud­dhis­mus inner­halb der japa­ni­schen Sôtô-Schu­le. Eini­ge Jah­re lang hielt er Vor­trä­ge in den USA. Er ver­fass­te mehr als 25 Bücher, dar­un­ter Princi­ples of prac­tice and Enligh­ten­ment of the Soto Sect, und setz­te sich ins­be­son­de­re mit dem Chris­ten­tum aus­ein­an­der. Im vor­lie­gen­den Werk beleuch­tet er die Geschich­te des Zen in Chi­na und Japan sowie Aspek­te von Geis­tes­schu­lung und Erwa­chen und ihrer Ver­wirk­li­chung im all­täg­li­chen Leben. Dabei setzt er die Cha­rak­te­ris­ti­ka des Zen in Bezie­hung zu ande­ren gän­gi­gen phi­lo­so­phi­schen Vor­stel­lun­gen sei­ner Zeit und klärt Miss­ver­ständ­nis­se bezüg­lich der Mora­li­tät und über­na­tür­li­chen Kräf­ten des Men­schen.

Nuka­ri­ya Kai­ten: Die Reli­gi­on der Samu­rai. Eine Stu­die der Phi­lo­so­phie des Zen in Chi­na und Japan. Aus dem Eng­li­schen von Juli­an Braun. Ang­kor Ver­lag. 232 Sei­ten. Paper­back. 20 €. ISBN: 978–3-936108–92-9. Bei Ama­zon bestell­bar.

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