Das neue zenFORUM

Dies ist die Webseite der gleichnamigen eMail-Liste. Die zenforum Mail-Liste wurde Ende 1996 ins Leben gerufen, um einen Austausch von Zen-Übenden in allen Fragen der Praxis untereinander zu ermöglichen, sich also zu treffen, Fragen zu stellen, zu beantworten, Standpunkte zu diskutieren usw. Sie ist offen für unterschiedliche Zen-Richtungen und Traditionen, ohne sich einer bestimmten Schule verpflichtet zu fühlen.

Ein statischer Abzug der von 1999 bis 2011 geführten Webseite des zenFORUM.de befindet sich hinter diesem Link. Jedoch werden die Seiten dort weder weiter gepflegt noch aktiv erweitert und sollen dem Interessierten lediglich als Archiv der damals veröffentlichten Beiträge dienen.

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Workshop: Zen & Jin Shin Jyutsu

„Die Kunst des Glücklichseins, die Kunst des Wohlwollens und die Kunst der Langlebigkeit“

Jin Shin Jyutsu ist eine mehrere tausend Jahre alte Kunst, Körper, Geist und Emotionen zu harmonisieren. In den ursprünglichen Heiltraditionen wurde kein Unterschied zwischen Körper, Geist und Seele gemacht. Die Methoden waren immer auf körperliche, emotionale und spirituelle Ganzheit ausgerichtet. Jin Shin Jyutsu „arbeitet“ mit 26 “Sicherheitsenergieschlössern” (SES) entlang der energetischen Bahnen des Körpers, die den Körper mit Lebensenergie versorgen. Diese “Sicherheitsenergieschlösser” können wir etwa mit wohlwollenden Freunden vergleichen, die uns warnen, wenn einzelne Bereiche unseres Seins nicht in Harmonie sind oder eine oder mehrere unserer Energiebahnen blockiert sind. Dies führt zu Stagnation, Blockaden im Energiefluß, Spannungen, Schmerzen, Unwohlsein…

Dank Jiro Murai, welcher diese alte Heilkunst Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan neu belebte und später an Mary Burmeister überliefert hat, können wir an ihrem Beispiel etwas wiederentdecken und erforschen, was wir uranfänglich in uns tragen, die Weisheit unseres Körpers. Unsere Hände und Finger sind dabei Schlüssel zu unserer physikalischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Balance. Während wir sie einfach auf eines oder mehrere der “Sicherheitsenergieschlösser” legen, können wir aktiv für ein gutes Funktionieren unserer physikalischen, mentalen und emotionalen Harmonie sorgen.

Neben der Tatsache, das Jiro Murai Zazen praktizierte, gibt es darüber hinaus viele weitere Verbindungen von Zen und Jin Shin Jyutsu.
Mary Burmeister sagte zum Beispiel: „Alle meine Leiden sind nur dies: Ich ignoriere mein Selbst“ und Nathalie Max, Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Paris ermutigt uns „Erlaube Deinem Atem zu sein. Jetzt! Keine Vergangenheit, keine Zukunft. Alles ist schon in Dir“. Im Zen finden wir zahlreiche Entsprechung, z.B. „Den Weg zu studieren bedeutet das Selbst zu studieren“ (Dogen Zenji) und „Ein Sesshin zu praktizieren bedeutet, den Herz-Geist zu berühren und eins zu werden mit der Essenz“.

Für Martine (Jin Shin Jyutsu Praktikerin) und Thierry Hoyois (Zen-Mönch) war es daher einfach natürlich, diese beiden Praktiken zu kombinieren und so werden die beiden am Sonntag, 23.04.2017 im Bonner San Bo Dojo einen Tag mit „Zazen & Jin Shin Jyutsu“ anbieten. Wir werden gemeinsam Zazen praktizieren und Jin Shin Jyutsu kennenlernen.

Der Tag wird in Deutsch und Französisch gehalten sein; es gibt eine Übersetzung.

Jin Shin Jyutsu kann sowohl als Selbsthilfe als auch durch einen ausgebildeten Praktiker angewendet werden. In der Sangha um Zen-Meister Roland Yuno Rech ist Jin Shin Jyutsu schon etwas bekannt geworden, seit dem es 2010 während der Praxiszeiten „Der Geist der Geste“ im Tempel La Gendronnière angeboten wurde.

Termin: 23.04.2017, 9:00 – 16:00

Ort: San Bo Dojo, Bonn

Kosten:
Normalpreis: 30,00 €
Ermäßigter Preis: 25,00 €
Solipreis: 35,00 € +

Infos/Anmeldung: www.zen-bonn.de

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Suche nach Shakuhachi Spieler in NRW

Für eine Lesung am 16. März 2017 um 19:00 Uhr im Kulturzentrum »Alte Post« in Neuss suchen wir einen Shakuhachi Spieler der meine Lesung: »Die Wanderung auf den Bausenberg« musikalisch begleitet. Natürlich gegen Honorar.

Bitte melden bei Jeanne Lessenich: jeanL@am-toerichten-bach.de

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Caigentan (Saikontan) mit Weisheiten von Hong Zicheng erschienen

Hong Zicheng (auch Hung Ying-ming, 1572-1620) war ein chinesischer Philosoph, der in den vorliegenden poetischen Aphorismen die Lehren von Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus zusammenbrachte. Der Titel Caigentan bedeutet wörtlich „Gemüsewurzelgespräche“ und verweist zum einen auf den einfachen Lebensstil seines Autors, zum anderen vergleicht er die menschliche Moral mit der von Pflanzen.

„Der menschliche Geist ist launisch und unbeständig, der Weg des Lebens alles andere als eben. Wird eine Reise beschwerlich, sollte der Reisende darum wissen, wann er einen Schritt zurück treten sollte, um einen anderen vorzulassen. Ist es nicht mehr so schwierig und gelangt man ans Ende des Weges, sollte man einen Teil seines Erfolges der Unterstützung von Gefährten zukommen lassen.“

Hong Zicheng: Caigentan (Saikontan). Weisheiten eines Vegetariers.
120 Seiten. Großdruck. Paperback. 9,90 €. ISBN: 978-3-943839-36-4.
www.ebook.de/de/product/27925564/yung_ming_hung_zicheng_hong_caigentan_saikontan.html

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Neuerscheinung: Das Tor & Haiku

soseki-tor-coverAus Anlass des hundertsten Todes- und hundertfünfzigsten Geburtstages von Natsume Sôseki (09.02.1867–09.12.1916) haben wir einige Kapitel seines Romans Mon (, 1910) ins Deutsche übertragen. Sie handeln vom Aufenthalt eines Mannes in einem Zentempel. Dieser Sôsuke in seiner grüblerischen Lebenskrise trägt ganz offensichtlich autobiografische Züge seines Erfinders. Natsume Sôseki, der in Deutschland durch Ich der Kater, Der Tor von Tokio, Kokoro, Sanchirôs Wege und Hinter der Glastür beliebt wurde, verbrachte im Jahr 1894 einige Zeit im Engakuji und praktizierte dort die Zenmeditation unter dem Meister Sôen Shaku (1860–1919), der u. a. auch den im Westen als Zenexperten bekannt gewordenen D. T. Suzuki unterwies.

Das Haupttor eines Zentempels wird sanmon (三門 oder 山門) oder sangedatsumon genannt. Letzteres steht für das „Tor der drei Befreiungen“ (三解脱門): Erleuchtung, Formlosigkeit und Nicht-Eingreifen. Der gesamte Roman wurde von Francis Mathy (London 1972) und William F. Sibley (New York 2012) unter dem Titel The Gate ins Englische übersetzt.

Im zweiten Teil des Büchleins stellen wir Gedichte Natsumes vor, insbesondere solche mit (zen-)buddhistischen Bezügen. Sie sind bereits in der Reihe „Zen-Gedichte“ separat als Kindle E-Book erschienen.

Natsume Sôseki: Das Tor & Haiku. Angkor Verlag. 64 Seiten. 4,90 €. ISBN: 978-3-936018-89-9.

https://www.amazon.de/Das-Tor-Haiku-hundertsten-Todestag/dp/3936018898/angkorverlag-21/ [… und anderswo im Buchhandel]

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Neue Koan-Sammlung im Angkor Verlag

koan-sammlung-cover

Dieser Sammelband enthält drei wichtige Koan-Sammlungen.

Das Shûmon kattôshû (宗門葛藤集) wurde zum ersten Mal 1689 – und vollständig 1858 – in Japan publiziert und ist Teil der Koan-Schulung des Takujû-Zweiges der Rinzai-Schule. Sein Herausgeber ist unbekannt. Es enthält 282 Koan (einschließlich der Variationen einzelner Koan), die zum Teil aus den verbreiteten – und bereits ins Deutsche übersetzten – Sammlungen Wumenguan (Mumonkan), Bi Yan Lu (Hekiganroku) und Conrong Lu (Shôyôroku) stammen. Alle nicht in diesen Sammlungen verzeichneten Koan sind nun hier erstmals auf Deutsch vereint.

Das Tetteki tôsui (鐵笛倒吹), eigentlich „Die Flöte auf dem Kopf stehend blasen“, wurde hierzulande in den 60er- und 70er-Jahren schon einmal als „Eiserne Flöte“ mit Kommentaren von Nyôgen Senzaki* aufgelegt. Wir bieten eine neue Übersetzung dieser 1783 zusammengestellten Koan-Sammlung von Genrô Ôryû (1720–1813), einem Meister der Sôtô-Schule, ausschließlich mit Teilen seiner Anmerkungen und Verse sowie denen seines Schülers Fûgai Honkô (1779–1847), die oft als jakugo (Schlüsselwörter) benutzt werden, aber unserer Ansicht nach gegenüber Genrôs Worten schwächeln. In den Fällen, zu denen bisher keine Kommentare auf Deutsch vorlagen, haben wir erstmals die Anmerkungen von Gidô ergänzt.

Im Jahre 1545 wurde eine Koan-Sammlung mit dem Titel Shônan kattôroku zusammengestellt. Diese Zen-Geschichten stammen aus Kamakura, tragen sich häufig im Kenchôji zu und reichen bis zu dessen Gründung im Jahre 1253 zurück. Bevor im Jahr 1924 ein Erdbeben fast alle Schriften im Kenchôji zerstörte, konnte der Zen-Adept und Gelehrte Imai Fukuzan, ein Schüler Shunpô Rôshis aus dem Daitokuji, sie für sein Werk Zengo jii zusammentragen. Diese Koan wurden vor allem bei der Schulung von Samurai benutzt.

496 Seiten. Gebundene Ausgabe. ISBN: 9783936018264. 39,90 €.

https://www.amazon.de/Koan-Sammlung-kattôshû-Verwickelte-Tetteki-kattôroku/dp/393601826X/  [und anderswo im Buchhandel …]

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