Das neue zenFORUM

Dies ist die Webseite der gleichnamigen eMail-Liste. Die zenforum Mail-Liste wurde Ende 1996 ins Leben gerufen, um einen Austausch von Zen-Übenden in allen Fragen der Praxis untereinander zu ermöglichen, sich also zu treffen, Fragen zu stellen, zu beantworten, Standpunkte zu diskutieren usw. Sie ist offen für unterschiedliche Zen-Richtungen und Traditionen, ohne sich einer bestimmten Schule verpflichtet zu fühlen.

Ein statischer Abzug der von 1999 bis 2011 geführten Webseite des zenFORUM.de befindet sich hinter diesem Link. Jedoch werden die Seiten dort weder weiter gepflegt noch aktiv erweitert und sollen dem Interessierten lediglich als Archiv der damals veröffentlichten Beiträge dienen.

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Caigentan (Saikontan) mit Weisheiten von Hong Zicheng erschienen

Hong Zicheng (auch Hung Ying-ming, 1572-1620) war ein chinesischer Philosoph, der in den vorliegenden poetischen Aphorismen die Lehren von Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus zusammenbrachte. Der Titel Caigentan bedeutet wörtlich „Gemüsewurzelgespräche“ und verweist zum einen auf den einfachen Lebensstil seines Autors, zum anderen vergleicht er die menschliche Moral mit der von Pflanzen.

„Der menschliche Geist ist launisch und unbeständig, der Weg des Lebens alles andere als eben. Wird eine Reise beschwerlich, sollte der Reisende darum wissen, wann er einen Schritt zurück treten sollte, um einen anderen vorzulassen. Ist es nicht mehr so schwierig und gelangt man ans Ende des Weges, sollte man einen Teil seines Erfolges der Unterstützung von Gefährten zukommen lassen.“

Hong Zicheng: Caigentan (Saikontan). Weisheiten eines Vegetariers.
120 Seiten. Großdruck. Paperback. 9,90 €. ISBN: 978-3-943839-36-4.
www.ebook.de/de/product/27925564/yung_ming_hung_zicheng_hong_caigentan_saikontan.html

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Neuerscheinung: Das Tor & Haiku

soseki-tor-coverAus Anlass des hundertsten Todes- und hundertfünfzigsten Geburtstages von Natsume Sôseki (09.02.1867–09.12.1916) haben wir einige Kapitel seines Romans Mon (, 1910) ins Deutsche übertragen. Sie handeln vom Aufenthalt eines Mannes in einem Zentempel. Dieser Sôsuke in seiner grüblerischen Lebenskrise trägt ganz offensichtlich autobiografische Züge seines Erfinders. Natsume Sôseki, der in Deutschland durch Ich der Kater, Der Tor von Tokio, Kokoro, Sanchirôs Wege und Hinter der Glastür beliebt wurde, verbrachte im Jahr 1894 einige Zeit im Engakuji und praktizierte dort die Zenmeditation unter dem Meister Sôen Shaku (1860–1919), der u. a. auch den im Westen als Zenexperten bekannt gewordenen D. T. Suzuki unterwies.

Das Haupttor eines Zentempels wird sanmon (三門 oder 山門) oder sangedatsumon genannt. Letzteres steht für das „Tor der drei Befreiungen“ (三解脱門): Erleuchtung, Formlosigkeit und Nicht-Eingreifen. Der gesamte Roman wurde von Francis Mathy (London 1972) und William F. Sibley (New York 2012) unter dem Titel The Gate ins Englische übersetzt.

Im zweiten Teil des Büchleins stellen wir Gedichte Natsumes vor, insbesondere solche mit (zen-)buddhistischen Bezügen. Sie sind bereits in der Reihe „Zen-Gedichte“ separat als Kindle E-Book erschienen.

Natsume Sôseki: Das Tor & Haiku. Angkor Verlag. 64 Seiten. 4,90 €. ISBN: 978-3-936018-89-9.

https://www.amazon.de/Das-Tor-Haiku-hundertsten-Todestag/dp/3936018898/angkorverlag-21/ [… und anderswo im Buchhandel]

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Neue Koan-Sammlung im Angkor Verlag

koan-sammlung-cover

Dieser Sammelband enthält drei wichtige Koan-Sammlungen.

Das Shûmon kattôshû (宗門葛藤集) wurde zum ersten Mal 1689 – und vollständig 1858 – in Japan publiziert und ist Teil der Koan-Schulung des Takujû-Zweiges der Rinzai-Schule. Sein Herausgeber ist unbekannt. Es enthält 282 Koan (einschließlich der Variationen einzelner Koan), die zum Teil aus den verbreiteten – und bereits ins Deutsche übersetzten – Sammlungen Wumenguan (Mumonkan), Bi Yan Lu (Hekiganroku) und Conrong Lu (Shôyôroku) stammen. Alle nicht in diesen Sammlungen verzeichneten Koan sind nun hier erstmals auf Deutsch vereint.

Das Tetteki tôsui (鐵笛倒吹), eigentlich „Die Flöte auf dem Kopf stehend blasen“, wurde hierzulande in den 60er- und 70er-Jahren schon einmal als „Eiserne Flöte“ mit Kommentaren von Nyôgen Senzaki* aufgelegt. Wir bieten eine neue Übersetzung dieser 1783 zusammengestellten Koan-Sammlung von Genrô Ôryû (1720–1813), einem Meister der Sôtô-Schule, ausschließlich mit Teilen seiner Anmerkungen und Verse sowie denen seines Schülers Fûgai Honkô (1779–1847), die oft als jakugo (Schlüsselwörter) benutzt werden, aber unserer Ansicht nach gegenüber Genrôs Worten schwächeln. In den Fällen, zu denen bisher keine Kommentare auf Deutsch vorlagen, haben wir erstmals die Anmerkungen von Gidô ergänzt.

Im Jahre 1545 wurde eine Koan-Sammlung mit dem Titel Shônan kattôroku zusammengestellt. Diese Zen-Geschichten stammen aus Kamakura, tragen sich häufig im Kenchôji zu und reichen bis zu dessen Gründung im Jahre 1253 zurück. Bevor im Jahr 1924 ein Erdbeben fast alle Schriften im Kenchôji zerstörte, konnte der Zen-Adept und Gelehrte Imai Fukuzan, ein Schüler Shunpô Rôshis aus dem Daitokuji, sie für sein Werk Zengo jii zusammentragen. Diese Koan wurden vor allem bei der Schulung von Samurai benutzt.

496 Seiten. Gebundene Ausgabe. ISBN: 9783936018264. 39,90 €.

https://www.amazon.de/Koan-Sammlung-kattôshû-Verwickelte-Tetteki-kattôroku/dp/393601826X/  [und anderswo im Buchhandel …]

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Vortrag und Sesshin mit Christoph Rei Ho Hatlapa

Meine Aufgabe sehe ich heute vor allem darin, zur Veränderung der Konfliktkultur in unserer Gesellschaft, zu persönlicher Erfüllung und zu innerem Frieden beizutragen.“

Am 04.11.2016 ist der Zen-Meister Christoph Rei Ho Hatlapa Roshi erneut in Bonn zu Gast und wird bei 3 schätze einen öffentlichen Vortrag halten. Am 05.11. und 06.11.2016 leitet er ein Zen-Sesshin im Bonner San Bo Dojo.

 

Christoph-Hatlapa

Bereits in 2014 und 2015 hatten wir Christoph Rei Ho Hatlapa nach Bonn eingeladen. Es waren harmonische und intensive Sesshins mit Teilnehmenden aus den Traditionen des Soto und Rinzai Zen, sowie anderer Zen Gruppen. Hatten wir uns im ersten Jahr auf eine eigens kreierte Mischform aus Soto und Rinzai (SoZai) verständigt, haben wir uns für die nachfolgenden Sesshins nun vollständig auf die Tradition des Soto Zen geeinigt. Über die Erfahrungen des ersten Sesshins könnt Ihr hier lesen.

Christoph Rei Ho Hatlapa Roshi gründete 1985 mit einigen anderen den “Lebensgarten Steyerberg“, eine ökologisch und sozial engagierte Gemeinschaft, in dem niedersächsischen Ort Steyerberg.

Seit 1986 leitet er die Zenübung in der Choka Sangha in Steyerberg, an vielen anderen Orten in Deutschland und seit 1992 auch in Kroatien, wo er mit dem Friedenszentrum in Osijek zusammenarbeitet und das multiethnische Gemeinschaftsprojekt Ekoselo Latinovac förderte.

1987 wurde er im Myoshinji-Kloster in Kyoto/Japan zum Zenpriester und Zenmönch ordiniert. Er studierte Zen während zahlreicher Aufenthalte im Myoshinji-Kloster und im Hokoji-Tempel bei Hamamatsu. 1993 erhielt er von Oi Saidan Roshi die Dharmaübertragung und wurde im Jahr 2000 mit der Repräsentation dieser Traditionslinie in Deutschland beauftragt.

Er gehört außerdem zu den Pionieren der Mediationsbewegung in Deutschland, ist Gründungsmitglied des heutigen Bundesverbandes Mediation (BM) sowie Mitgründer der Schule für Verständigung und Mediation und des Zentrums für Gewaltfreie Kommunikation in Steyerberg. Dort lebt und arbeitet er als Jurist, Mediator und Zen-Meister.

In seinen Lehrvorträgen/Teishōs, befaßt sich Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi mit den Inhalten des Zen, dem „Zeigen des Dharma“ – der unverstellten Wirklichkeit, wie sie ist. Das Teishō wird frei und spontan gehalten. Er kann kraftvoll oder lustig, dramatisch oder anfeuernd sein und vertieft auf diese Weise sowohl intellektuell als auch spirituell die Erkenntnis der Übenden. Einige seiner Teishōs kann man als Podcast auf der Webseite der Choka Sangha finden.

Die Choka Sangha verbindet in ihrer Praxis außerdem Zen und Permakultur. Nachdem sie im Jahr 1999 ein 2,7 ha großen Permakulturgelände erworben hatte, um einen Ort zu schaffen, an dem die Integration von Spiritualität, Zen und Ökologie umgesetzt werden kann, wurde das Gelände später zusätzlich um ein 4,9 ha großes Waldstück erweitert. Durch nachhaltigen Umgang (Permakultur) und achtsame Bearbeitung (Zen) entwickelte sich ein degradierter Monokulturacker zu einem Stück Land mit einer außergewöhnlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

TO GEN JI  – Ein neuer Tempel entsteht

Im Frühjahr 2014 hatten die Bauarbeiten für ein neues Zen-Trainigszentrums, dem TO GEN JI in Steyerberg begonnen. Seitdem ging es stetig voran, so dass der neue Tempel nun am 03.09.2016 eine offizielle Inbetriebnahme feiern konnte. Zu einer Zeremonie während des „Anfänger-Sesshin“ am ersten September Wochenende, kamen ca. geladene 50 Gäste, u.a. war Kaz Tanahashi als Ehrengast anwesend. Kaz Tanahashi kalligrafierte das Tempelschild und einige andere Dinge und bereicherte die Feier mit seiner würdevollen Ruhe und konzentrierten Kraft. Eine grosse Einweihungsfeier wird es in naher Zukunft ebenfalls noch geben.

ToGenJi_Neubau_001TO ist das japanische Wort für Pfirsich,
GEN bedeutet “geheimnisvoll” und
JI steht für Garten, Kloster oder Tempel.

Das Gelände liegt ca. 10 Minuten fußläufig vom “Lebensgarten Steyerberg” entfernt, wo sich auch der Sitz der “Choka Zendo” („Vogelnest-Sitzhalle“) befindet.

Mit dem TO GEN JI entsteht ein Ort für Rückzug und Besinnung, ein Zentrum für Ordinierte, ein Raum für die Vertiefung der Übung und lebendigen Austausch, ein Lehrhof mit Modellcharakter.

ToGenJi-Sammler-01Ein rein museales Erhalten von alten Formen um der Form willen brauchen wir nicht“, so Christoph Rei Ho Hatlapa. “Ein Zentrum wie das To Gen Ji entwickelt eine Ausstrahlung, wenn es die spirituelle Übung mit den Erfordernissen der Zeit in einen konstruktiven Prozess bringt.

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Eine Ecke dieser Welt erhellen – Spenden für 3 schätze

Werde Teil der 3 schätze Gemeinschaft und unterstütze das Projekt monatlich mit einer Spende

Spenden Icon zen BlogIn 2012 wurde ich von Roland Yuno Rech zum Zen Mönch ordiniert und habe im gleichen Jahr die 3 schätze eröffnet, ein Fachgeschäft für Meditations- und Yogabedarf, welches gemeinsam mit dem San Bo Dojo des Zen Dojo Bonn e.V., einen Ort bietet, an dem man zur Ruhe kommen kann und sich selbst und anderen begegnen kann. Bei 3 schätze bekommt man Meditationskissen, Klangschalen, Yogamatten, Räucherstäbchen, Tee usw. Gleichzeitig bieten (zen-)buddhistische und Yoga-Lehrer/innen verschiedener Schulen und Traditionen Lesungen, Workshops und Retreats an, in der Monk´s Kitchen kann man gegen eine Spende veganes Essen genießen, sich vernetzten und Freundschaften schließen.

Um diese Arbeit weiter ausführen und ausbauen zu können, bedarf es einen Ansprechpartner und Menschen, die sie beschützen. Beides ist wichtig. Neben den Umsätzen aus dem 3 schätze Laden, entsteht durch die Beteiligung vieler verschiedener Menschen, eine gewisse Grundsicherung. So kann gewährleistet werden, dass auch ohne banges Schielen auf den nötigen Profit, eine Anlaufstelle und ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Patrick - 3 Schätze

Daher greife ich auf das alte buddhistische Prinzip des Spendens zurück, welches ich als Praxis des Weges seit langem attraktiv finde, da es allen Beteiligten ein gutes Feld der Übung und der Verbindung bietet.

Die Idee ist, 108 Menschen und mehr zu finden, die bereit sind, jeweils z.B. 10,00 € im Monat zu spenden. Ein solch kleiner Betrag kann, zusammengefasst zu einer Mala, eine große Wirkung erzielen und einen Mehrwert für viele Menschen schaffen.

Ich freue mich, wenn Du Dir die Zeit nimmst, in meinem Blog mehr über meine Spendenaktion zu lesen und das Projekt mit Deinem Beitrag unterstützt.

Danke und Gasshô

Patrick Damschen

http://3-schaetze.de/blog/eine-ecke-dieser-welt-erhellen-spenden-fuer-3-schaetze-in-bonn

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