Das neue zenFORUM

Dies ist die Web­seite der gleich­na­mi­gen eMail-Liste. Die zen­fo­rum Mail-Liste wurde Ende 1996 ins Leben geru­fen, um einen Aus­tausch von Zen-Übenden in allen Fra­gen der Pra­xis unter­ein­an­der zu ermög­li­chen, sich also zu tref­fen, Fra­gen zu stel­len, zu beant­wor­ten, Stand­punkte zu dis­ku­tie­ren usw. Sie ist offen für unter­schied­li­che Zen-Richtungen und Tra­di­tio­nen, ohne sich einer bestimm­ten Schule ver­pflich­tet zu fühlen.

Ein sta­ti­scher Abzug der von 1999 bis 2011 geführ­ten Web­seite des zen​FO​RUM​.de befin­det sich hin­ter die­sem Link. Jedoch wer­den die Sei­ten dort weder wei­ter gepflegt noch aktiv erwei­tert und sol­len dem Inter­es­sier­ten ledig­lich als Archiv der damals ver­öf­fent­lich­ten Bei­träge dienen.

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Meditationsseminare im Buddhistischen Zentrum Scheibbs

»Eine warme Glut im Win­ter, eine kühle Brise im Sommer«

Liebe Freun­dIn,
mit­ten in der Glut­hitze des Juli schreibe ich dir in eige­ner Sache:

es geht gut hier, die Teil­neh­me­rIn­nen beim Vipas­sana Semi­nar mit Chris­toph Köck genie­ßen die Geh­me­di­ta­tio­nen im Freien und vor allem die küh­len Abende, die wir immer hier haben.

Da kommt es auch sehr zupass, dass wir seit kur­zer Zeit unser Was­ser­pro­blem gelöst haben. Viel­leicht hast du gewusst, dass unser Trink­was­ser aus der wun­der­ba­ren Ursprungs­quelle in den letz­ten Wochen mit Kei­men belas­tet war und wir es des­we­gen nicht mehr an Gäste abge­ben durf­ten. Inzwi­schen ist alles wie­der in Ord­nung und die Gäste genie­ßen das eis­kalte und sau­bere Wasser.

Ich schreibe dir aber auch, um dich auf einige der kom­men­den Ver­an­stal­tun­gen hin­zu­wei­sen, bei denen es noch Plätze gibt und die noch nicht so gut gebucht sind, wie die Ver­an­stal­te­rIn­nen es verdienen.

Es geht vor allem um die Semi­nare im August:

Qi Gong und Medi­ta­tion mit Franz Möckl vom 4. — 8. August
und
Metta Vipas­sana mit Andrea Huber vom 12. — 16. August
( Ter­min wurde um einen Tag verschoben)

Und dann die
„ Aus – Zeit“ mit Mar­cel Geis­ser und Klaus Kra­ler, vom 19. – 23. August.

Also alles Semi­nare, die vier Tage dau­ern und so – glaube ich – eine Mischung zwi­schen einer gewis­sen Inten­si­tät bie­ten und gleich­zei­tig noch keine große Planung.

Es würde mich sehr freuen, wenn du an einem der Semi­nare hier sein kannst.
Alle ande­ren Semi­nare sind natür­lich auch gut und emp­feh­lens­wert, dann aber schon außer­halb der Urlaubszeit.

Ein beson­de­res Anlie­gen ist mir der Hin­weis auf den retreat: „ Einen säku­la­ren Weg gehen“, mit einer kol­lek­ti­ven Lei­tung von Bernd Kapo­nig. Eva Maria Glatz, Cris­tina Pec­chia, Monika Strobl.
Dann gibt es noch den rete­rat der Jun­gen Bud­dhis­ten – wenn du dich vom Geburts­da­tum ange­spro­chen fühlst, dann kommt es viel­leicht auch für dich in Frage.

Ich habe dir die Texte der Ein­fach­heit hal­ber in diese mail kopiert, du fin­dest aber auch alle Semi­nare und viele ande­ren natür­lich auf unse­rer home­page. Die unmit­tel­bar jetzt fol­gen­den Semi­nare – näm­lich das Sess­hin mit Genso Sasaki Roshi – und Vipas­sana mit Yoga, Ursula Lyon, haben nur noch wenige Plätze frei.

Ob du kommst oder nicht — möge die Medi­ta­tion für dich so sein wie oben nach einem Zen – Wort ange­führt: „ Eine warme Glut im Win­ter, eine kühle Brise im Sommer“.

Herz­li­chen Gruß,
Mathias, Marina, Nedim, Esada

 

Der Kör­per der Freude und der Weis­heit
QIGONG & MEDITATION
„Wenn der Kör­per nicht kul­ti­viert ist, kann der Geist/Herz nicht kul­ti­viert wer­den.
Ist der Kör­per kul­ti­viert, kann der Geist kul­ti­viert wer­den.“ sagte der Buddha

Die Pra­xis der Medi­ta­tion hilft uns klar zu sehen „was Sache ist“ – wo wir fest­hal­ten und womit wir uns identifizieren:

DER WEISHEITSASPEKT
Durch die sanft flies­sen­den Bewe­gun­gen des Qigongs spü­ren wir den Kör­per als einen Tanz der Energien:

DER ASPEKT DER FREUDE
Beide Dis­zi­pli­nen sind auf „Acht­sam­keit des Kör­pers“ aus­ge­rich­tet, wel­cher uns im Hier und Jetzt ver­an­kert.
Kör­per kann nur jetzt erfah­ren wer­den, ist immer gegenwärtig.

Durch die Wahr­neh­mung von Köper und Geist als einen Tanz der Ener­gien, frei von jeg­li­cher Iden­ti­fi­ka­tion, erfreuen wir uns einer tie­fen Ver­bin­dung mit uns selbst und unse­rer Umwelt.

Das Semi­nar fin­det im Schwei­gen statt und beinhal­tet Perio­den der Sitz– und Geh­me­di­ta­tion sowie Qi-Gong-Übungen, Grup­pen­ge­sprä­che und Vor­träge. Die Bewe­gun­gen des Qi-Gong sind leicht zu ler­nen und am Ende des Kur­ses wer­den Hand­zet­tel mit den Übungs­fol­gen aus­ge­teilt. Der Kurs ist für alle geeignet.

Di. 4. August, 18.00 Uhr – Sa. 8. August, mit­tags
Kurs­ge­bühr: frei­wil­li­ges Geben, Haus­kos­ten: € 235.

METTA VIPASSANA
Metta – Vipas­sana: eine starke Kom­bi­na­tion am Weg zu mehr Gelas­sen­heit, Lebens­freude und Wohl­be­fin­den im Alltag.

Durch das kon­ti­nu­ier­li­che, anneh­mende Wahr­neh­men der Erfah­run­gen im Kör­per und Geist von Moment zu Moment ent­steht Klar­heit des Geis­tes, ler­nen wir uns selbst bes­ser ken­nen und ent­wi­ckeln Ein­sicht in das grund­le­gende Wesen der Wirk­lich­keit ( Vipassana )

Die ver­wan­delnde Kraft der Acht­sam­keit öff­net uns für die tiefe Bedeu­tung des Mensch­seins, bringt uns in Kon­takt mit dem Erle­ben von inne­rer Frei­heit und Wohlbefinden.

Die näh­rende Qua­li­tät von Metta ( ” freund­li­che Güte”) unter­stützt uns dabei, eine wohl­wol­lende, freund­li­che zu uns selbst zu ent­wi­ckeln und Brü­cken zu schla­gen zu den Her­zen anderer..

Je nach Kurs­dauer wird es Gele­gen­heit zu Gesprä­chen mit dem Lei­ter geben, als Unter­stüt­zung zur indi­vi­du­el­len Übung.
Der Kurs wird im Schwei­gen abgehalten.

Anfän­ger und Geübte sind will­kom­men.
Mitt­woch, 12. August, 18:00 Uhr – Sonn­tag, 16. August, mit­tags
Kurs­ge­bühr: frei­wil­li­ges Geben/ DANA, Haus­kos­ten: 206.-€

AUSZEIT
Seit Bud­dhas Zei­ten haben sich Men­schen immer wie­der aus dem Stru­del des Lebens zurück­ge­zo­gen und ihr Leben bzw. das Leben an sich reflek­tiert. Um kla­rer sehen zu kön­nen, brau­chen wir die­ses Inne­hal­ten und die Stille. Dann öff­net sich das Tor zu grös­se­rer Frei­heit und tie­fem Verstehen.

Prä­senz und Acht­sam­keit sind die Grund­la­gen einer umfas­sen­den Pra­xis. Für Anfän­ger wie auch für lang­jäh­rig Prak­ti­zie­rende geeignet.

Anlei­tun­gen und Ver­tie­fung in Sitz– und Geh­me­di­ta­tion, Vor­träge, Ein­zel­ge­sprä­che sowie kom­pe­tente Beglei­tung aus über 40 Jah­ren Erfah­rung des Leh­rers ste­hen uns täg­lich zur Ver­fü­gung.
Dies ist ein Schweigeretreat.

Mi. 19. August, 18.00 Uhr – So. 23. August, mit­tags
Kurs­ge­bühr: frei­wil­li­ges Geben (DANA) Haus­kos­ten: € 236.-

EINEN SÄKULAREN WEG GEHEN

Lebt als Inseln für Euch selbst, als Eure eigene Zuflucht, mit dem Dharma als Insel, als Eurer Zuflucht, soll der Bud­dha gegen Ende sei­nes Lebens gesagt haben. In Sinne die­ser Eigen­stän­dig­keit suchen wir nach For­men, in unse­rem säku­la­ren All­tag den Dharma zu leben.

Säku­lare Bud­dhis­tin­nen und Bud­dhis­ten ver­su­chen, die Leh­ren Bud­dhas für unsere Gegen­wart im Kon­text von zeit­ge­nös­si­schen phi­lo­so­phi­schen und wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen neu zu interpretieren.

In unse­rem Retreat wol­len wir:

  • gemein­sam medi­tie­ren und uns dar­über austauschen
  • uns nach kur­zen Gesprächs­an­stö­ßen mit unse­rer Pra­xis in All­tags­si­tua­tio­nen auseinandersetzen
  • grund­le­gende bud­dhis­ti­sche Texte lesen und aus säku­la­rer Sicht besprechen
  • mit­ein­an­der schweigen
  • auf die Pra­xis und Ein­sicht jeder ein­zel­nen Teil­neh­me­rin und jedes ein­zel­nen Teil­neh­mers vertrauen
  • uns ohne Leh­re­rin oder Leh­rer kol­le­gial und auf Augen­höhe begegnen
  • bei der Arbeit im Haus, beim Spa­zie­ren­ge­hen und bei Kör­per­übun­gen Acht­sam­keit und Freund­lich­keit kultivieren
  • und bei all dem nicht auf die Pau­sen vergessen

Eva­ma­ria Glatz, Bernd Kapo­nig, Cris­tina Pec­cia und Monika Strobl haben aus unter­schied­li­chen Tra­di­tio­nen zum säku­la­ren Bud­dhis­mus gefun­den und betrei­ben seit Herbst 2012 gemein­sam die Web­site: www.säkularerbuddhismus.org

Do. 8. Okto­ber, 18:00 Uhr bis So. 11. Okto­ber, mit­tags
Kurs­ge­bühr: frei­wil­li­ges Geben/ DANA, Haus­kos­ten: 157.-

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Termine Altbäckersmühle

Liebe und ver­ehrte Freun­din­nen und Freunde,
liebe und ver­ehrte Schü­le­rin­nen und Schüler!

Mit die­ser Mail möch­ten wir gerne ein paar Infor­ma­tio­nen ver­schi­cken und Euch herz­lich grü­ßen. Zunächst möch­ten wir auf Ter­mine in die­sem Jahr hin­wei­sen, an denen es noch freie Plätze gibt:
26. — 28. Juni Yoga-Wochenende, Lei­tung GenKi
11. Juli Zazen-Kai, Lei­tung GenKi
18. Juli Schü­ler­tag
17. — 20. August Bogen­bau und Zen, Lei­tung Ger­hard Wie­de­mann und HoKai
21. — 23. August Zen-Sesshin mit Bogen­schie­ßen, Lei­tung HoKai
26. Sep­tem­ber Zazen-Kai, Lei­tung GenKi
03. — 10. Okto­ber Yoga-Ferienwoche in Celerina/Schweiz
17. Okto­ber Samu– (Arbeit) Tag
23. — 25. Okto­ber Yoga-Wochenende
28. Novem­ber Yoga-Tag
01. — 08. Dezem­ber Rohatsu-Sesshin

Wei­ter möch­ten wir Euch mit­tei­len, dass unsere Ter­mine für 2016 in unse­rer Home­page ver­öf­fent­licht sind. Anmel­dun­gen sind ab sofort mög­lich.
Auf­grund von Erfah­run­gen müs­sen wir es künf­tig lei­der so hal­ten, dass eine Teil­nah­me­be­stä­ti­gung und damit eine ver­bind­li­che Zusage unse­rer­seits, erst dann erfol­gen kann, wenn die Anmel­de­ge­bühr in Höhe von € 30,00 ein­ge­gan­gen ist.

Neben den sich wie­der­ho­len­den Ter­mi­nen, die oft schnell besetzt sind, gibt es zwei Neuerungen:

  • Auf­grund der gro­ßen Nach­frage und der posi­ti­ven Erfah­rung und Reso­nanz
    haben wir zwei Ange­bote für „Bogen­schie­ßen und Yoga für Bogen­schüt­zen“ geplant. Jeweils ein Ter­min für Früh­jahr und Herbst.
  • vom 23. bis 29.5.16 wird GenKi zusam­men mit Hokai im Fel­sen­tor /Schweiz, ein Sess­hin geben mit Zazen und Yoga.

Wir freuen uns auf viele Begeg­nun­gen und wün­schen allen unse­ren Weg­ge­fähr­tIn­nen einen guten Som­mer, mit viel Erho­lung und Freude und damit viel Kraft für alle kom­men­den Herausforderungen.

Mit herz­li­chen Grü­ßen
Ihre/Eure
GenKi Ellen und KyuSei Kurt Österle

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Neuer Gedichtband von Ryokan

„Ein Mönch würde eher unter Tiger-Müttern wandern, 
als den Pfad von Ruhm und Reich­tum zu betreten.“
   
Ryô­kan Taigu (1758–1831) war ein Mönch der Sôtô-Schule des Zen. Er rauchte und trank Alko­hol, lebte eine lange Zeit als Ere­mit und ernährte sich von dem, was Natur und Bet­tel­gänge her­ga­ben. Bekannt ist er für sein selbst­ver­ges­se­nes Spiel mit Kin­dern, vor allem aber für seine Kal­li­gra­fien, die sich am abstrakt-kursiven „Gras-Stil“ ori­en­tier­ten. Ryôkans Leben war von Armut gekenn­zeich­net. Zwar sind seine Verse in ers­ter Linie Natur­be­trach­tun­gen und bud­dhis­ti­schen Meta­phern gewid­met. Es fin­den sich jedoch auch Lie­bes­ge­dichte an die Nonne Teis­hin und gesell­schafts­kri­ti­sche Verse. Weni­ger bekannt sind Zei­len, in denen der als unbe­küm­mert gel­tende Ryô­kan Selbst­zwei­fel hegte und sich zu sei­nen Ängs­ten bekannte.
   Wir wol­len mit die­ser Über­set­zung einen Schwer­punkt auf seine chi­ne­si­schen Gedichte legen, die sich wie stim­mungs­volle lite­ra­ri­sche Minia­tu­ren aus sei­nem Ein­sied­ler­le­ben lesen. Zuwei­len zeigt Ryô­kan sich darin auch als bud­dhis­ti­scher Leh­rer. Die japa­ni­schen Haiku sind knapp und eher wört­lich wiedergegeben.
 
Taigu Ryô­kan: Ich spiele auf dem Buddha-Weg. 116 Sei­ten. Paper­back. 9,99 €. ISBN: 978–3-936018–24-0. Soeben erschie­nen im Ang­kor Verlag.
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Neue E-Book-Reihe »Zen-Gedichte« im Angkor Verlag

Santoka-Cover Ebook

In der neuen Reihe Zen-Gedichte sind als Kindle E-Books für je 2,99 € bei Ama­zon die fol­gen­den Titel erschie­nen — und natür­lich auch auf ande­ren Rea­dern les­bar. Zunächst war ja schon 1) der Korea­ner Ko Un erhält­lich (siehe den Ein­trag zur Buch­messe 2014).

Nun sind vier über­wie­gend zwei­spra­chige japanisch-deutsche E-Books hinzugekommen.

2) Dôgen Zenjis Sans­hôdôei, die japa­ni­schen Gedichte (seine chi­ne­si­schen fin­den sich über­wie­gend in einem sei­ner Haupt­werke, dem Eihei Koroku, das als E-Book inzwi­schen für 9,99 € zu haben ist).

3) Nat­sume Sôsekis Haiku, die weni­ger bekannt sind als seine Romane (z.B. Kokoro; Der Tor aus Tokio) und zu einem gro­ßen Teil vom Zen inspi­riert und von Humor getragen.

4) Taneda San­tôkas Auch ich bin allein. Taneda wird beson­ders Freun­den Ikkyûs und Ryôkans gefal­len, denn auch er galt als exzen­trisch. Seine unge­küns­tel­ten Verse wur­den durch einige Bil­der der japa­ni­schen Künst­le­rin Rica Ojara ergänzt.

5) Im Dezem­ber folgt ein eben­falls mit sol­chen Bil­dern gar­nier­tes expe­ri­men­tel­les Haiku-Werk des früh ver­stor­be­nen Laien– und Wan­der­mönchs Ozaki Hôsai. Als von Melan­cho­lie bestimm­ter Alko­ho­li­ker rich­tete er sei­nen Blick auf Alltags-Details.

Nähere Infor­ma­tio­nen auf der Ver­lags­seite des Ang­kor Verlages.

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Ko Uns »Zen-Gedichte, was’n das?« als E-Book

»Wenn du dich nur nie­der­setzt, stirbt der Bud­dha,
stirbt auch eine Mutter.«

Zur Buch­messe gibt es  Ko Uns »Zen-Gedichte, was’n das?« für knapp einen Euro bei Ama­zon. Ko Un gilt seit Jah­ren bei den Wet­ten auf den Literatur-Nobelpreis als einer der Top 20-Kandidaten. Der Titel läu­tet eine Reihe mit Zen-Gedichten ver­schie­de­ner Auto­ren ein. Ko Un hat ihn einst für die gedruckte Aus­gabe selbst illustriert.

Inmit­ten des Korea­krie­ges wandte sich Ko Un (* 1933) dem Bud­dhis­mus zu. 1952 wurde er Mönch und prak­ti­zierte Son, das korea­ni­sche Äqui­va­lent zum japa­ni­schen Zen. Als Schü­ler des gro­ßen Mönchs Hyo­bong bereiste er die korea­ni­sche Halb­in­sel und stieg rasch im Rang auf. Nach zehn Jah­ren schied er aus, des­il­lu­sio­niert durch den For­ma­lis­mus und die Kor­rup­tion der bud­dhis­ti­schen Hier­ar­chie. Als Leh­rer in einer Wohl­fahrts­schule auf der Insel Cheju im Süden publi­zierte er wei­tere Gedicht­bände – der erste war noch wäh­rend sei­ner Zeit als Mönch erschie­nen – und kehrte dann 1967 in die Groß­stadt Seoul zurück, wo düs­tere Jahre der Trunk­sucht in einem Selbst­mord­ver­such gip­fel­ten … Ko Un ist heute mit zahl­rei­chen Gedicht­bän­den, Essays, einer Auto­bio­gra­phie, Roma­nen und Bio­gra­phien wohl der bedeu­tendste lebende korea­ni­sche Autor.

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