Das neue zenFORUM

Dies ist die Webseite der gleichnamigen eMail-Liste. Die zenforum Mail-Liste wurde Ende 1996 ins Leben gerufen, um einen Austausch von Zen-Übenden in allen Fragen der Praxis untereinander zu ermöglichen, sich also auch im virtuellen Raum des Internets zu treffen, Fragen zu stellen, zu beantworten, Standpunkte zu diskutieren usw. Sie ist offen für unterschiedliche Zen-Richtungen und Traditionen, ohne sich einer bestimmten Schule verpflichtet zu fühlen.

Ein Abzug der von 1999 bis 2011 geführten Webseite des zenFORUM.de befindet sich hinter diesem Link als statisches Archiv. Jedoch werden die Seiten dort nicht weiter gepflegt noch werden sie aktiv erweitert. Sie sollen dem interessierten Besucher lediglich als Archiv der damals veröffentlichten Beiträge dienen.

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Zen Tag mit Christoph Rei Ho Hatlapa in Bonn

Zen-Meister Christoph Rei Ho Hatlapa leitet seit 1986 die Zen-Übung (Rinzai) in der Choka Sangha und ist nun zum vierten Mal auch bei uns im Bonner San Bo Dojo zu Gast.

Neben seiner Berufung als Zen-Lehrer arbeitet Christoph Rei Ho Hatlapa als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation (GFK) und Mediator.

Am Samstag, 18.11.2017 werden wir von 8:00 bis 17:00 einen gemeinsamen Tag mit Zazen, Kin Hin, Rezitation und Samu verleben. Während des Zen Tags wird es die Gelegenheit zum Dokusan (Einzelgespräch) für jede/n Einzelnen geben.

Um 18:00 wird Christoph Rei Ho Hatlapa außerdem einen öffentlichen Vortrag halten, zu dem wir dann die Pforten des Dojos öffnen.

Ort: San Bo Dojo | Heerstr. 167 | 53111 Bonn
Infos: www.zen-bonn.de

Anmeldungen bitte schriftlich an info@zen-bonn.de

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Haltloser Halt – Zen und Sensory Awareness

In einem Artikel in der neuen Buddhismus aktuell (4/2017) hat Stefan Laeng-Gilliatt sehr schön die wunderbare Verwandtschaft von Zen und Sensory Awareness beschrieben:

Haltloser Halt – Zen und Sensory Awareness

Im Gesehenen nur das Gesehene, im Gespürten nur das Gespürte.” Einfach, wie diese Worte des Buddha klingen mögen, für den nach letzten Wahrheiten dürstenden Menschen, sind sie eine ziemliche Herausforderung. Wir wollen und brauchen Kontext, um uns in der Welt zurechtzufinden, dabei verlieren wir uns aber gerne im “Kontextieren“. Wir trauen lieber der Landkarte als unseren eigenen Augen. Immer wieder gibt es aber Impulse, solche Sicherheiten hinter sich zu lassen, um Schritte ins Offene zu wagen, um Fragen zu stellen, anstatt Antworten zu suchen. Im Buddhismus gehört dazu Zen, im Westen Sensory Awareness, das sich aus der deutschen Gymnastikbewegung des frühen 20ten Jahrhunderts entwickelt hat. Beide Vorgehensweisen sind daran interessiert, direkt und möglichst ungefiltert Wirklichkeit zu erfahren und adäquat zu handeln, nicht Wahrheiten zu verkünden. Sie tun dies von diametral entgegengesetzten Ausgangspunkten und begegnen sich in der Erkenntnis, dass Form und “Leerheit“ (bzw. Inhalt) letztlich eins sind.

Sensory Awareness ist die innere Erfahrung des gesamten Wesens, wenn der Geist still wird„, sagte Shunryu Suzuki Roshi. Die Sensory Awareness Pionierin Charlotte Selver über Suzuki: „Er nimmt im Sitzen keine Haltung an – er sitzt einfach und sein stilles Sitzen zeigt, wie außerordentlich beweglich er ist.“

Während Sensory Awareness vorgegebene Formen bzw. gesicherte Erkenntnisse erstmal hinter sich lässt und uns auffordert, durch tastendes Probieren zu entdecken, wie etwas sein will, gibt uns Zen sozusagen die ausgereifte Form vor, die wir dann mit Leben ausfüllen sollen. Beide Vorgehensweisen bergen ihre Gefahren, wenn sie als “edle Wahrheiten” blind angenommen werden. Zen kann im Dogma der Form erstarren, Sensory Awareness im Primat der subjektiven Erfahrung sich verlieren. Um Wahrheiten geht es aber letztendlich gerade nicht, sondern um einen gangbaren Weg, um Stephen Batchelor zu paraphrasieren. Und dieser muss immer wieder neu entdeckt und kultiviert werden.

Am Wochenende, 27.10. bis 29.10.2017 lädt das Bonner San Bo Dojo, gemeinsam mit Stefan Laeng-Gilliatt ein, diese beiden Ansätze zusammen zu erleben. Der „Zen & Sensory Awareness“ Workshop wird Anteile klassischer Zen-Praxis sowie Workshopanteile von Sensory Awareness enthalten. In dieser Zeit wollen wir uns expliziet mit dem Sitzen, Gehen, Stehen und Liegen beschäftigen. Zen-Praktizierende aller Traditionen sowie Sensory Awareness Praktiker sind herzlich eingeladen.

Der Sensory Awareness Lehrer, Stefan Laeng-Gilliatt, ist gebürtiger Schweizer, lebt und arbeitet jedoch in den USA. Gemeinsam mit Charlotte Selver hat er, bis zu ihrem Tod 2003, immer wieder auch Workshops in verschiedenen Zen-Zentren (San Franciso Zen Center, Tassajara Zen Mountain Center, Green Gulch Farm etc.) in den USA gegeben. Er selbst hat lange Erfahrung mit Zen und Vipassana.

Infos:

San Bo Dojo | Zen Dojo Bonn e.V.
Heerstr. 167 | 53111 Bonn
www. zen-bonn.de

 

 

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Gutes tun. Lehren der chinesischen Zen-Meister Baotang Wuzhu, Nanyang Huizhong, Guifeng Zongmi, Yongming Yanshou.

»Die Gewissenhaften sehen ihn nicht, die Gelehrten erkennen ihn nicht.«
(Nanyang Huizhong)

»Würde man solche Menschen nicht kritisieren, wie könnte man da die Tiefgründigkeit des Buddhismus offenbaren? Würde man mindere Gelehrte nicht verlachen, wie könnte man da den Weg des Buddhismus verwirklichen?«
(Yongming Yanshou)

»Ich trete nicht in samâdhi ein und verweile nicht in Sitzmeditation. Nicht-Geburt und Nicht-Übung, weder Aktivität noch Meditation – dies ist ungeborene Meditation.« (Baotang Wuzhu)

Dieser neue Band im Angkor Verlag versammelt Texte von vier chinesischen Chan-Meistern. Der originelle Reformer Wuzhu (714-774) wurde in seiner Bao Tang-Schule als der einzig legitime Erbe der Lehre vom Nicht-Denken angesehen. Nanyang Huizhong (gest. 775) war ein gebildeter Schüler des sechsten Patriarchen Huineng und ist uns durch einige Koan bekannt („Weder Geist noch Buddha“). Seine Lehrreden wurden schon früh in 17 Bänden verbreitet. Guifeng Zongmi (780-841) war sowohl fünfter Patriarch der einflussreichen Huayen-Schule des Buddhismus (in Japan als Kegon-Schule bekannt), als auch letzter Patriarch der Heze-Schule des südlichen Chan-Buddhismus. Sein Denken lebte insbesondere im koreanischen Seon-Buddhismus fort. Yongming Yanshou (904-976) gilt als Vertreter einer „Chan-Schule des Prinzips“, die neben der von Linji begründeten „Chan-Schule des Geistes“ bestand. Er strebte die Harmonie zwischen Chan und den traditionellen Lehren an und war – wie andere Meister in diesem Band – auch bei der Schule des Reinen Landes hoch angesehen.

Taro Yamada (Hg.): Gutes tun. Lehren der chinesischen Zen-Meister Baotang Wuzhu, Nanyang Huizhong, Guifeng Zongmi, Yongming Yanshou. 164 Seiten. 15 €. ISBN: 9783943839500. Z.B. hier oder in Buchhandlungen

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Ikkyû Sôjun: Im Garten der schönen Shin (Neuauflage)

Ich liebe – ich denke –
Ich liebe – ich erinnere mich –
Liebe sprengt meine Brust,
Sprengt meine Gedanken.
Kein Gedicht, keine Prosa,
Nicht eine Silbe fällt mir ein.
Ich bin ein Erleuchteter,
Doch solches Wissen allein
Hilft meinem Herzen nicht.
Umso schmerzlicher jetzt,
So gefangen zu sein
Zwischen Tod und Leben.

 

Der japanische Zen-Meister, Kalligraf und Tuschemaler Ikkyû Sôjun (1394-1481) ist uns vor allem durch Legenden bekannt. So soll er seine Ernennungsurkunde abgelehnt oder zerrissen haben. In seinen Gedichten preist er die körperliche Liebe, kritisiert an Besitz haftende Bonzen und besingt die Schönheit der Natur. Nach Ikkyûs Ansicht wurde die Wahrheit des Zen vor allem durch Rinzai und dann Kidô und Daitô überliefert. Rinzais Überlieferung war für Ikkyû gleichbedeutend mit der Wahrheit des Zen.

Ikkyû Sôjun: Im Garten der schönen Shin.
Die lästerlichen Gedichte des Zen-Meisters „Verrückte Wolke“.
Aus dem Japanischen von Shûichi Katô und Eva Thom. Redaktion: Stephan Schuhmacher.
156 Seiten. Hardcover. 20,- €. ISBN: 978-3-9360-1890-5.

Hier oder anderswo im Buchhandel

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O-Jukai – Eine Zen Zeremonie

Vom 8. – 12. Juni 2017 hatten Carmen Eckhardt und ihr Partner, Gerardo Milsztein, Gelegenheit eine große O-Jukai Zeremonie, welche im Tempel La Gendronnière in Frankreich stattfand, mit der Kamera begleiten.

Herausgekommen ist eine sehenswerte Dokumentation einer Zen Zeremonie der Weitergabe, welche in Form der DVD „O-Jukai Impression“ ab sofort auch über 3 schätze bezogen werden kann.

Die 52-minütige Dokumentation enthält englische und französische Sprache.

Hier ein Trailer

Mit Carmen Eckhardt von SeeMoreFilm konnte ich außerdem ein kleines Interview führen. Zum Interview geht´s hier

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