„Jeder von uns hat Probleme, die sich von denen aller
anderen unterscheiden, und jeder von uns muss diese Probleme auf seine eigene Weise lösen.“ — Taisen Deshimaru Roshi (1914–1982) übte mit dem Zen-Meister Kodo Sawaki. 1967 kam er nach Frankreich und begründete zahlreiche Übungsstätten. Philippe Coupey, der Herausgeber dieses Buches, wurde sein Schüler. Beide praktizierten auch die Kampfkünste. In Zen & Budo werden die Gemeinsamkeiten des Meditationsbuddhismus und der Kampfkünste jenseits jeglichen Wettbewerbes aufgezeigt. — „Im Zen, ist es so, dass wir durch diese Praxis uns selbst, unsere tiefen Wurzeln entdecken. Es ist dasselbe im Karate: Töten Sie nicht die andere Person, aber töten Sie das Ego in sich. Sie müssen über Ihr eigenes Ego hinausgehen.“
Taisen Deshimaru/ Philippe Coupey (Hg.): Zen und Budo (Original: Zen et Budo)
112 Seiten. Zahlreiche Photos. Pb. 15,- €. ISBN: 978–3‑943839–88‑3.
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Shôdô Harada/Sengcan: Shinjinmei/Xinxinming
Sengcan (gest. 606) gilt weithin als Verfasser des ersten Lehrgedichts im Chan (Zen).* Sein Xinxinming, die „Inschrift vom Vertrauen in den Geist“ (jap. Shinjinmei), versucht die gesamte Zen-Lehre in Versen zum Ausdruck zu bringen. Im Zentrum stehen die Nicht-Dualität sowie das Loslassen von Abneigung und Zuneigung und der Trennung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Der japanische Zen-Lehrer Shodo Harada Roshi (geb. 1940), Nachfolger von Yamada Mumon, erhielt 1982 die Lehrerlaubnis und wurde Vorsteher des Klosters Sogenji in Okayama, wo er seitdem hauptsächlich ausländische Schüler unterrichtet. Regelmäßig kommt er ins Zen-Kloster Hokuozan Sogenji, Asendorf, um dort eine Woche intensiver Zen-Übung zu leiten. In diesem Buch hat er das Shinjinmei treffend erläutert und kommentiert.
Shôdô Harada/Sengcan: Shinjinmei/Xinxinming. Die Inschrift vom Vertrauen in den Geist.
84 Seiten. 9,90 €. ISBN: 978–3‑943839–46‑3.
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Dôgen Zenji: Hôkyôki. Sanshôdôei. Shôbôgenzô Zuimonki.
Dôgen Zenjis (1200–1253) erstes Werk war das Hôkyôki, in dem er Gespräche mit seinem chinesischen Lehrer Tiantong Rujing (1162–1228, jap. Tendô Nyojô) aus den Jahren 1225–1227 aufzeichnete. Ihm schreibt er auch den bekannten Ausdruck des „Abfallens von Körper und Geist“ (jap. shinjin datsuraku) zu. Das Hôkyôki wurde postum entdeckt und erst im 18. Jh. publiziert. Einige Buddhologen haben seine Verlässlichkeit in Frage gestellt.
Dôgen Zenjis chinesische Gedichte finden sich zu einem großen Teil in einem seiner Hauptwerke, dem Eihei Kôroku (auf Deutsch im Angkor Verlag erschienen). Wir konzentrieren uns hier auf die japanischen Verse aus dem Sanshôdôei („Verse auf dem Weg vom Sanshô-Gipfel“, was die ursprüngliche Ortsbezeichnung für den Tempel Eiheiji war). Sie bestehen aus 31 Silben und entsprechen damit der klassischen Form des an Wortspielen reichen waka. Der ältere Name des Werkes lautet dann auch Dôgen waka-shû („Dôgens waka-Sammlung“).
Beim Shôbôgenzô Zuimonki handelt es sich um die auszugsweise Übersetzung von Hidesama Iwamoto (Tokio 1943), die wir hier bis auf einen kleinen Teil reprinten und in der Rechtschreibung angepasst haben. Dieses Werk enthält informelle Reden Dôgens aus den Jahren 1236–1239, die von seinem Schüler Koun Ejô niedergeschrieben und später wohl noch von anderen bearbeitet wurden. Es gilt als leicht verständlich, weil Dôgen darin konkrete Beispiele gibt und weniger Wortspiele und Metaphern wie in seinen anderen Werken verwendet. Verhandelte Themen sind u. a. Unbeständigkeit, klösterliche Praxis, zielloses Zazen und gewollte Armut. Vom Shôbôgenzô Zuimonki existieren unterschiedliche Versionen, die 1770 von Menzan Zuiho veröffentlichte gilt als die populärste (jap. rufu-bon). 1942 entdeckte Dôshû Ôkubo die so genannte Chôenji-bon-Ausgabe in der Präfektur Aichi, die 1963 in modernem Japanisch publiziert wurde.
Dôgen Zenji: Hôkyôki. Sanshôdôei. Shôbôgenzô Zuimonki.
168 Seiten. Pb. 15,- €. ISBN: 978–3‑943839–82‑1. (E‑Book 11,99 €)
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Bodhidharma: Zwei Eingänge und vier Übungen
„Wenn einer nicht versteht, läuft er den Phänomenen nach; wenn er versteht, laufen ihm die Phänomene nach.“Huineng: Plattformsutra. Neuübersetzung.
»Der Weg (dao) muss durch den erwachten Geist verstanden werden
und hat nichts mit Sitzmeditation zu tun.«
Die Lehre des Plattform-Sutras wird dem sechsten Chan/Zen-Patriarchen Liuzu Dajian Huineng (auch: Caoxi Huineng, 638–713) zugeschrieben. Die früheste bekannte erhaltene Version stammt aus Dunhuang (9. Jh.). Wir legen hier die Übersetzung der um ca. ein Drittel längeren, so genannten Zongbao-Version aus dem 13. Jh. vor, die in die Taishô Tripitaka (No. 2008) Eingang fand.
Die Hauptthemen des Textes sind Versenkung (samâdhi) und Weisheit (prajnâ) sowie plötzliches Erwachen. Huineng relativiert die Bedeutung der Sitzmeditation und erläutert seine Lehre in zahlreichen Begegnungen mit Schülern.
»Was also ist Sitzmeditation (zuochan)? Wenn alles Anhaften an äußere Dinge abgeworfen wird, alles Aktivieren von Gedanken an gut und böse, dann heißt dies ‚sitzen‘ (zuo). Innerlich die Bewegungslosigkeit der Selbst-Natur zu erkennen heißt ‚Meditation‘ (chan).«
Hui-neng: Plattform-Sutra.
Deutsch von Keller und Yamada. 108 Seiten. Paperback. 9,90 €.
ISBN: 978–3‑943839–54‑8.
Kindle Ebook 7,49 €. ISBN: 978–3‑943839–55‑5. (auch als ePub)
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